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Faszination Hund

Der Hund stammt vom Wolf ab
Die wilde Verwandtschaft unserer Hunde ist gross. Nicht nur der Wolf gehört dazu, sondern auch die Füchse, auf anderen Erdteilen Schakale, Kojoten und Hyänen. Vor vielen tausend Jahren haben sich damalige Haushunde in Asien und Australien mit Wildhunden vermischt und wurden zu Dingos.

Vor zehntausend Jahren, vielleicht auch schon früher, lebten die Wölfe und die Menschen in den gleichen Tälern und Wäldern. Die Menschen beobachteten die Wölfe genau, denn die zeigten ihnen, wo es Beute gab und auch, wie man Beutetiere am erfolgreichsten jagt. Die Wölfe wiederum beobachteten die Menschen, frassen deren Essensreste und warnten sie, wenn sich Gefahr näherte. Irgendwann zähmten die Menschen junge Wölfe, nahmen sie mit zum Jagen, liessen sie ihre Lager bewachen und teilten dafür das Essen mit ihnen. Diese Entwicklung vom Wolf zum Hund ist ein Beispiel für die sogenannte „Domestikation".

Obwohl alle Hunde vom Wolf abstammen, sehen sie unterschiedlich aus. Insgesamt gibt es über 400 Hunderassen und noch einmal so viele, sehr verschiedene Mischlinge. Obwohl sie sehr unterschiedlich aussehen, verhalten sich alle Hunde ähnlich.

Das Gebiss des Hundes
Wildhunde ernähren sich hauptsächlich von Beutetieren verschiedener Grösse. Ihr Gebiss muss deshalb zum Greifen, Festhalten, Zerreissen und Zerkauen geeignet sein. Deshalb haben alle Wildhunde, genau wie unser Familienhund, ein sehr starkes Spezialgebiss. Junge Hunde haben wie Menschenkinder ein Milchgebiss. Beim Hund besteht es aus 28 Zähnen. Nach dem Zahnwechsel besteht das Gebiss aus 42 Zähnen. Die vier Eckzähne, die sofort auffallen, wenn der Hund sein Maul öffnet, sind sehr scharf und lang. Man nennt sie auch Fangzähne. Damit kann der Hund seine Beute packen und festhalten. 

a: Schneidezähne   c: Backenzähne
b: Fangzähne         d: Reisszähne

Geschärfte Sinne
Die Ohren des Hundes sind sehr beweglich, der Hund kann sie in verschiedene Richtungen stellen. Deshalb muss er nicht den Kopf drehen, wenn er etwas genauer hören will. Das Gehör ist sehr fein.

Die Augen des Hundes sehen zwar nicht so scharf und farbig, aber das ist für ihn auch nicht nötig. Dafür kann er jede noch so kleine Bewegung bei seinen Streifzügen sofort sehen und das auch nachts und in der Dämmerung. Ausserdem können Hunde auch das sehen, was sich rechts und links von ihnen tut, ohne den Kopf zu drehen, denn die Augen sitzen an der Seite des Kopfes.

Wir Menschen erleben die Welt hauptsächlich mit den Augen. Der Hund erlebt sie mit der Nase. Mit ihr kann er Spuren verfolgen und Tiere unter der Erde riechen. Er riecht andere Hunde, die seine Wege gekreuzt haben, und erkennt am Geruch seine Menschen aus tausenden anderen wieder.

Das Futter
Das Fertigfutter befriedigt alle Bedürfnisse des Hundes. Es schmeckt ihm, sättigt ihn und enthält alle Bestandteile, die der Hund für das Wachstum, die Gesundheit und die Fitness braucht. Es gibt Trockenfutter und Nassfutter, welches nach Gewicht, Aktivität und Rasse des Hundes dosiert werden sollte. Belohnungsartikel ersetzen keine Vollnahrung. Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung gilt es unbedingt zu beachten.

Quelle: Faszination Hund IVH (www.ivh-online.de)