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Faszination Katze

Woher stammt unsere Hauskatze?
Alle Hauskatzen, die heute in Familien leben, stammen von der Falbkatze ab. Falbkatzen leben in Afrika und Westasien. Sie sind mit Schwanz insgesamt, vom Kopf bis zur Schwanzspitze, ca. 50 cm gross und wiegen 5-6 kg – wie die meisten Hauskatzen auch. Sie haben sandfarbenes Fell mit dunklen Streifen und dunklen Haarspitzen. Wilde Falbkatzen leben in der Wüste, der Savanne und gerne in den Felsen nahe von Dörfern.

Aus der Falbkatze entstanden im Lauf der Jahrtausende über 40 Katzenrassen. Sie unterscheiden sich in Haarlänge, Augen- und Haarfarbe, in der Grösse und im Wesen. Die langhaarigste Katzenrasse ist die Perserkatze mit 15 cm langen Haaren, die kurzhaarigste die Siam, deren Fell millimeterkurz ist. Die grösste Rassekatze ist die Maine Coon, die fast einen Meter lang werden kann. Die kleinste heisst Singapura, sie wird nie grösser als eine junge Hauskatze. Die schmusigste Rasse ist die Ragdoll, das heisst auf Deutsch Lumpenpuppe. Diesen Namen bekam sie, weil sie sich gern wie eine Stoffpuppe herumtragen lässt. Die wildeste Katze ist die Savannah, unter deren Vorfahren der Serval (eine wilde Kleinkatze) ist. Die bekannteste Rasse ist die Britisch Kurzhaar Blau, die in Grossbritannien gezüchtet wurde. Sie wird auch Kartäuser genannt.

Der Körperbau der Katze
Alle Katzen sind Raubtiere. Bei der Jagd nutzen sie ihren perfekt gebauten Körper. Er ist schlank und muskulös, mit langen Beinen und einer sehr beweglichen Wirbelsäule. Das starke Gebiss kann packen, festhalten, töten und die Beute zerkleinern. Die Krallen kann die Katze einziehen, wenn sie schleichen oder jagen möchte. Sie fährt sie aus, wenn sie klettert oder Beute greifen und festhalten will.

Das Fell bedeckt den ganzen Körper mit Ausnahme der Nase und der Pfotenballen. Es besteht aus dichten kurzen Wollharen, die auch Unterwolle heissen, und aus längeren feinen Deckhaaren, die die Fellfarbe bestimmen. An beiden Backen hat die Katze Tasthaare, die auch Schnurrhaare heissen. Solche Tasthaare sitzen auch auf der Stirn. Mit ihnen ertasten Katzen Hindernisse bei Dunkelheit und erfühlen Temperaturen. Die Katze hat 30 Zähne, 16 im Ober- und 14 im Unterkiefer. Am schärfsten sind die dolchartigen Eckzähne, die auch Fangzähne genannt werden. Ausserdem hat die Katze noch Backenzähne, zu denen auch die Reisszähne gehören. Die Katzenpfoten, die beim Laufen den Boden berühren, entsprechen unseren Fingern und Zehen. Denn Katzen sind Zehengänger, sie laufen nur auf den Zehen. Die Hände und Füsse berühren den Boden nie. Katzen haben an den Vorderpfoten je fünf Krallen, an den hinteren je vier.

Geschärfte Sinne
Die grossen Trichterohrmuscheln kann eine Katze getrennt voneinander bewegen. Deshalb muss sie nicht wie wir den Kopf drehen, wenn sie etwas genauer hören will. Das Gehör ist sehr fein. Die Katze kann sogar eine Maus tief im Gras laufen hören.

Nachts öffnet die Katze ihre schwarzen Pupillen vollständig, sie werden gross und kreisrund. Mond- oder Sternenlicht fällt so leichter auf eine Hautschicht, die hinter dem Augapfel der Katze liegt. Hier wird das eintreffende schwache Licht gebündelt. Dadurch sieht die Katze alles viel heller als wir.

Der Geruchssinn spielt bei der Jagd keine Rolle. Mit der Nase wittert die Katze aber die Duftsignale anderer Katzen. Sie riecht, ob diese weiblich oder männlich sind und ob sie bereit zur Paarung sind.

Das Futter
Eine ausgewachsene Katze (ca. 4 kg) benötigt mind. 3 Mahlzeiten pro Tag. Die individuelle Futtermenge hängt von Alter, Rasse, Aktivität und Haltungsbedingungen ab. Fertigfutter aus dem Su-permarkt oder dem Zoofachhandel enthält alles, was eine Katze zur gesunden Ernährung benötigt. Was für uns Menschen gesund ist, ist oft für Katzen schädlich und viel zu stark gewürzt. Deshalb die Katze niemals mit Essensresten füttern.

Belohnungsartikel sollen nicht zu oft gefüttert werden, da diese eine vollwertige Nahrung nicht ersetzten. Auf jeden Fall sollte die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung berücksichtigt werden.

Quelle: Faszination Katze IVH (www.ivh-online.de)